Arbeitskreise Schule/Wirtschaft: Jobs schmackhaft machen
18.06.2010 um 14:30 Uhr
 

Schule trifft Wirtschaft, am besten in einer (gastronomischen) Wirtschaft. Um den Jugendlichen mehr Hilfestellungen bei der Berufsorientierung zu geben, machen sich zunächst die Lehrer schlau. Deshalb war der Arbeitskreis Schule/Wirtschaft zu Gast im Overbeckshof und hat den Betrieb erkundet.

„Es ist wichtig, dass Schule und Wirtschaft näher zusammenrücken“, erklärt Wolfgang Wuwer vom Regionalen Bildungsbüro. Seinen Schülern will er die Jobs in Küche und Hotels schmackhaft machen, auch wenn bei vielen das Interesse für diesen Berufszweig noch nicht vorhanden ist. Martin Glanz, Küchenchef im Overbeckshof, führte die Pädagogen zunächst durch das Haus und zeigte ihnen die unterschiedlichen Säle. Dabei gab der weit gereiste Koch auch einen Einblick in das weltweite Betätigungsfeld und schwärmte von den Chancen, die sich im Ausland böten.

Noch mehr Argumente kennen die Lehrlinge selbst. „Gastronomie ist genau mein Ding, auch wenn die Arbeitszeiten nicht so toll sind“, sagt Julia Kolorz lächelnd. Die 18-Jährige macht gerade eine Ausbildung und ist nach einem Praktikum übernommen worden. „Ich würde jedem raten, erst einmal einige Wochen zu testen, ob der Job einem liegt.“ Am besten suche man sich Köche als Freunde, denn sonst werde es schwierig, wenn man Verabredungen am Wochenende meist absagen muss.

Die Anforderungen an den Beruf des Kochs sind übrigens gestiegen - nicht erst seit es bei jedem Sender etwas auf die Gabel gibt. Derzeit wird auch über eine verkürzte Ausbildung nachgedacht, bei der der Theorieteil reduziert wird.

Wolfgang Wuwer jedenfalls ist begeistert: „Martin Glanz und sein Overbeckshof sind eindeutig ein Local Hero.“

WAZ
18.06.2010 / Lokales
Autor: Fabienne Piepiora




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